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Sbirolino

Ein Sbirolino steht im Anglerdeutsch für eine Bombarde, die Wurfgewicht und Pose kombiniert. Der Begriff stammt aus dem Italienischen, wo ein Hersteller solcher Bombarden sie Sbirulino nannte. In Deutschland machte man aus diesem Produktnamen Sbirolino, oft auch verkürzt als Sbiro.

Welche wichtigen Produktdetails sind beim Sbirolino zu beachten?

Der Fachhandel hält Hunderte von unterschiedlichen Sbirolinos bereit. Der erfahrene Angler achtet bei seiner Kaufentscheidung insbesondere auf das Material des Sbirolinos und die Beschriftung, die wichtige Informationen zum Schwimmverhalten und Lauftiefe gibt. Einfache Sbirolinos sind aus Plastik oder Hartkunststoff gefertigt. Dieses Material ist sehr robust und wird überwiegend für Sbirolinos genutzt, die schwimmend ihren Zweck erfüllen. Unter Forellenanglern heißen solche Sbirolinos auch Plastikbomber.

Material & Gewichtsinformationen

Hochwertigere Sbirolinos bestehen aus Balsamholz oder Hartschaum und sind im Inneren mit Gewichten bestückt. Diese Konstruktion erlaubt eine sehr genaue Vorhersage auf das Verhalten des Sbirolinos im Wasser. Die Hersteller geben dazu üblicherweise zwei Gewichtsinformationen auf dem Sbiro an. Die erste bezieht sich auf das Gesamtgewicht und ist wichtig, um bei der Wahl der Rute und der erwarteten Wurfweite richtig zu liegen. Je schwerer der Sbirolino, desto weiter lässt er sich auswerfen. Typische Gesamtgewichte bei Sbirolinos liegen zwischen 8 und 20 Gramm.

Die zweite Gewichtsangabe beschreibt das Absinkgewicht und damit auch die Absinkgeschwindigkeit des Sbirolinos. In Italien werden dabei vier Gruppen unterschieden. Schwimmende Sbirolinos sind "superficie" mit einem Absinkgewicht von bis zu 2 Gramm. Unter "mezzofondo" werden langsam sinkende Sbirolinos verstanden mit einem Absinkgewicht von 2 bis 4 Gramm. Diese beiden Typen sind für das oberflächennahe Angeln gedacht. Das Mittelwasser wird mit Sbiros der Variante "fondo" bedacht, die ein Absinkgewicht von 4 bis 8 Gramm haben. In Bodennähe nutzt man Sbirolinos mit einem Absinkgewicht von mehr als 8 Gramm, die "superfondo" heißen und schnell sinken. Vor dem Sinkgewicht steht auf dem Sbirolino oft A für "Affondabilità" oder G für "Galleggiabilità", vor dem Gesamtgewicht Gr. für Gramm.

Praktisch sind Sbirolinos, die Wechselgewichte erlauben. Zum einen vereinfacht sich die Montage, zum anderen lässt sich der Schwerpunkt gezielt verändern. Dadurch sinkt der Sbirolino senkrecht ab oder eben ganz gewollt schwanz- beziehungsweise kopflastig. Wie bereits erwähnt: Gerade in Italien ist das Angeln mit Sbirolinos sehr populär und dementsprechend viele verschiedene Modelle im Umlauf. Welche Sbiros für den einzelnen Angler passend sind, entscheidet sich an der Frage, wo man auf welche Fischarten geht.

Der Sbirolino in der Praxis - wie setzt man Sbiros ein?

Klassischer Einsatzort für Sbirolinos sind Forellenteiche. Dort erlauben sie es, sehr genau die Stellen und Wasserschichten zu Beangeln, in denen sich Forellen anhängig von Jahres- und Tageszeit vorrangig aufhalten. Hier spricht man vom "aktiven Forellenangeln" und geht langsam schleppend vor. Als Köder eignen sich etwa geformter Forellenteig oder Maden. An Angelteichen sind Sbirolinos auch gut, um beispielsweise Zander oder Karpfen beißen zu lassen.

Da der Sbirolino weite Auswurfweiten mit leichten Köder möglich macht, ist er auch für das Angeln an Küstengewässern, Naturseen oder breiten Kanälen gut geeignet. An den dortigen Fischarten orientierten sich dann auch Köder und möglicherweise die Farbe des Sbirolinos. Mit der Montage des Sbirolinos entstehen weitere Möglichkeiten, ihn für das konkrete Gewässer zu optimieren.

Kurzum: Wer Interesse am aktiven Angeln hat, sollte das Angeln mit Sbirolinos unbedingt ausprobieren.

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