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Fliegenschnur

Fliegenschnur

Bevor wir zu den spezifischen Eigenschaften der Fliegenschnur kommen, halte ich es für wichtig zunächst den Aufbau des Fliegenfischen-Tackles zu erläutern.

Aufbau des Fliegenfischen-Tackles

Beginnen wir mit dem Köder, naturgemäß eine aus natürlichen und/oder synthetischen Materialien zusammengebundene Nachbildung des Insekts, welchem der Fisch nachstellt.
Die Fliege wird an das Vorfach geknotet. Das Vorfach muss eine wichtige Funktion erfüllen, die Fliege naturgemäß zu präsentieren. Dazu ist ein Abrollverhalten des Vorfachs notwendig, welches spezielle gezogene Schnüre erfüllen, die konisch, vom dicken Anfang an der Fliegenschnur zum dünnen Ende an der Fliege, zulaufen.

Diese gibt es fertig zu kaufen und folgende Tabelle veranschaulicht die Schnurstärken:

Schnurstärken der Fliegenschnur

Bezeichnung Spitzendurchmesser Schlaufendurchmesser

0x

0,26

0,52

1x

0,24

0,48

2x

0,22

0,44

3x

0,20

0,40

4x

0,18

0,36

5x

0,16

0,32

6x

0,14

0,28

7x

0,12

0,24

Fliegenschnur Vorfach

An das Vorfach wird die Flugschnur eingeschlauft oder angeknotet und daran die Nachschnur (auch Backing genannt). Das Backing dient als Schnurreserve, um die nur ca. 30 Meter lange Fliegenschnur beim Drill zu verlängern. Ehrlicherweise muss man sagen, dass in unseren Breiten nur wenige Fische so aggressiv sind, dass wir das Backing zu sehen bekommen.

Kommen wir nun endlich zur eigentlichen Fliegenschnur. Sie hat mehrere Funktionen.

Funktion der Fliegenschnur

Als erstes ist die Flugschnur unser eigentliches Wurfgewicht. Wie auf der Seite zur Fliegenrute beschrieben, bezieht sich die Klassenangabe auf das Gewicht der ersten 9,14 Metern der Fliegenschnur. Durch das richtige Zusammenspiel zwischen Fliegenrute und -schnur gelingt uns im besten Falle eine optimale Präsentation der Fliege, welche den Fisch zum Anbiss reizt.

Der Aufbau der Fliegenschnüre besteht aus einem Kunststoffmantel, in dessen innerem eine geflochtene Schnur eingelassen ist.

Ausführungen

Die schiere Vielfalt an Schnüren kann einen Einsteiger schon verwirren. Grundsätzlich lassen sie sich aber in 3 Typen einteilen:

  • Schwimmend
  • Intermediate
  • Sinkend

Schwimmende Schnüre werden üblicherweise für das klassische Trockenfliegenfischen genutzt. Ihre Schwimmfähigkeit verdanken sie Luft- oder Gasbläschen, die in der Plastikummantelung eingeschlossen sind.

Intermediate-Schnüre sind für das Streamerfischen auf Meerforellen und Hechte gedacht und bilden sozusagen eine Mischung aus einer schwimmenden und sinkenden Schnur. Sie „schweben“ im Wasser und können den Köder knapp unter der Oberfläche anbieten.

Sinkende Leinen gibt es in unterschiedlichen Sinkgeschwindigkeiten, die nach dem Zielfisch oder Einsatzzweck ausgewählt werden.

Neben diesen 3 Grundformen gibt es mittlerweile unzählige Zwischenstufen und Schnursysteme, auf die wir nicht näher eingehen.

Schnurprofile

Um die Flugeigenschaften der Schnur zu optimieren, haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Schnurprofile herausgebildet. Die wichtigsten sind die folgenden:

  • Double Taper (DT)
  • Weight Forward (WF)
  • Triangle Taper (TT)

Fliegenschnur Schnurprofile

Double Taper:
frei übersetzt auf Deutsch ist dies eine doppelt verjüngte Schnur. Bis auf die beiden verjüngten Ende hat sie einen gleichbleibenden Durchmesser.

Weight Forward:
Auch Keulenschnur genannt, zeichnet sich durch ihren verstärkten Bereich im vorderen Teil der Schnur aus. Der hintere Teil ist verhältnismäßig dünn und fliegt somit leichter durch die Ringe.

Triangle Taper:
Diese ähneln den Weight Forward-Schnüren, nur ähnelt der verstärkte, vordere Teil der Schnur im Querschnitt einem Dreieck.

Empfehlung:
Für Anfänger im Bereich des Fliegenfischens empfehlen sich die WF-Schnüre, da durch den verstärkten Bereich vorne, das Aufladen der Fliegenrute leichter gelingt.

Der Beitrag wurde von unserem #Monsterfischer Dirk verfasst.

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