Karpfen

Der bekannteste Friedfisch

Karpfen sind typische Bodenfische, die den Großteil des Tages am Grund des Gewässers verbringen. Vor allem in den Morgenstunden suchen sie den schlammigen Boden nach Nahrung ab. Auch zwischen Pflanzen am Ufer, in Seerosenfeldern, im Astwerk und im Kraut verweilen die Karpfen gerne. Hier finden sie neben Nahrung auch Schutz vor Raubfischen. Als Hotspots gelten zudem auch Muschelbänke und Unterwasserhindernisse.

Manchmal springen Karpfen aus dem Wasser und zeigen euch somit grob, wo sie sich aufhalten. Warum die Fische springen und ob sich das Verhalten negativ auf die Fangchancen auswirkt, wird viel diskutiert.Theorie: Karpfen schießen an die Wasseroberfläche, um ihre Kiemen zu spühlen. Sie fressen im Schlamm, daraufhin setzen sich Partikel in den Kiemen fest, die der Fisch loswerden möchte.

Zu welcher Tageszeit fängt man am besten Karpfen?

morgensmittagsabendsnachts

In welchen Monaten fängt man am besten Karpfen?

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Geballtes Wissen für Karpfen-Angler

Angelgeräte und Zubehör
Boiliebohrer
Angelgeräte und Zubehör
Karpfenrute

Die wichtigsten Eigenschaften

Fischkunde
Friedfisch
Methoden und Techniken
Feederangeln

Angeln mit dem Futterkorb

Methoden und Techniken
Anfüttern

gezielt Fische anlocken

Magazin: Neues vom Wasser

Schonzeiten und Mindestmaße

BundeslandSchonzeitMindestmaß
Baden-Württemberg35 cm
Bayern35 cm
Berlin35 cm
Brandenburg35 cm
Hamburg35 cm
Hessen15.03. - 31.05.45 cm
Mecklenburg-Vorpommern40 cm
Nordrhein-Westfalen35 cm
Rheinland-Pfalz35 cm
Saarland35 cm
Sachsen40 cm
Sachsen-Anhalt35 cm
Schleswig-Holstein35 cm
Thüringen35 cm

Hinweis: Die hier angegebenen Schonzeiten, Mindestmaße und Besonderheiten haben wir nach aktuellesten Stand (2018) erfasst, sind jedoch ohne Gewähr. Bitte beachte, dass diese sich zwischenzeitlich geändert haben können oder für einzelne Gewässer abweichende Schonzeiten, Mindestmaße und Besonderheiten gelten.

Ausrüstung zum Karpfen-Angeln

Methoden & Techniken

Grund-, Posen-, Oberflächenangeln

Rute

Stabile Ruten
(2,70m - 3, 90m)
(30g - 120 Wg)

Rolle

starke Stationärrolle mit hohem Schnurfassungsvermögen

Hauptschnur

starke Schnur 0,25mm bis 0,40mm (monofil)

Haken

Haken Größe 1 bis 10

Köder

Boilies, Brot, Frolic, Maden, Mais, Schwimmbrot, Teig, Wurm, Rotwurm, Kartoffel

Steckbrief Karpfen

Der Karpfen ist der bekannteste Friedfisch in den europäischen Gewässern. Unter Anglern ist er ein sehr beliebter Zielfisch, denn Karpfen haben eine Kämpfernatur, erreichen Gewichte von über 40 Kilogramm und können mit Boilies selektiv gefischt werden. Der beliebte Speisefisch kommt im deutschsprachigen Raum vor allem zur Weihnachtszeit auf den Teller.

  • wissenschaftlicher Name Cyprinus carpio
  • weitere Namen Schuppenkarpfen
  • Typ Friedfisch
  • Familie Karpfenfische
  • Ordnung Karpfenartige
  • Verbreitung Europa, Asien
  • Heimisch in Deutschland nicht-heimisch
  • Lebensraum Süßwasser, Brackwasser
     Temperaturen: 3°C - 35°C
  • maximale Größe 120,0 cm
  • mittlere Größe 31,0 cm
  • maximales Gewicht 40,100 kg
  • mittleres Gewicht 2-14 kg
  • Alter 38
  • Konditionsfaktor 2,03 (1,87 bis 2,5)
    Konditionsfaktor?
  • Gefährdung vom Aussterben bedroht
  • fischereiliche Nutzung Speisefisch

Wie erkenne ich Karpfen

  • hochrückige
  • Rücken graublau bis schwarz
  • Seiten bräunlich bis grüngelb
  • Bauchseite goldgelb
  • endständiges, vorstülpbares Maul mit vier Barteln (2 kurze und 2 lange)
  • im Schlund dreireihige Zähne mit stark ausgeprägten Kauflächen
  • schwach gegabelte Schwanzflosse
  • große Schuppen
  • Rückenflossenstacheln: 3-4
  • Rückenflossen-Weichstrahlen: 17-23
  • Afterflossen: 2-3
  • Afterflossen-Weichstrahlen: 5-6

Lebensraum der Karpfen

  • in Flüssen, Seen und Teichen
  • warme, stehende oder langsam fließende Gewässer
  • Pflanzenwuchs und weicher Bodengrund
  • vor Kraut und Seerosen
  • in Baggerseen an Unterwasserbergen/Plateaus
  • im Frühjahr eher flach und dicht am Ufer
  • im Sommer oft auch an schattigen Plätzen
  • im Herbst weiter draussen, eher früh-morgens aktiv

Schlaf-Wach-Rhythmus

tag- und nachtaktiv (gewässerabhängig)

Nahrung

Krebse, kleinere Fische, Kleinstlebewesen wie Würmer, Larven, Schnecken und Krebsartige, Zuckmückenlarven, Bachflohkrebse, Larven von Köcherfliegen, Libellen und Co., Fischlaich, Muscheln
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