Fliegenrute

Der Fliegenrute kommt zusammen mit der Fliegenschnur eine wichtige Bedeutung beim Fliegenfischen zu, mehr noch als z.B. beim normalen Spinnfischen. Wir „arbeiten“ sozusagen den ganzen Angeltag über mit dieser Rute, in dem wir den an der Schnur samt Vorfach befestigten Köder dem Fisch in einer möglichst natürlichen Weise präsentieren.

Anders als bei normalen Angelruten sind die Fliegenruten nicht nach Wurfgewicht eingeteilt, sondern es gibt sogenannte AFFTA-Klassen.

Diese Klasseneinteilung wurde ursprünglich von der AFTMA (American Fishing Tackle Manufactures Association) festgelegt. Deren Nachfolgeorganisation AFFTA (American Fly Fishing Trade Association) hat diese Klassen übernommen.
Sie beziehen sich auf das Gewicht der ersten 30 Fuß (9,14 Meter) der Fliegenschnur. Je höher das Gewicht, desto höher die Klasse.
Die Einteilung der Klassen reicht von Klasse 1 (3,90 Gramm) bis Klasse 15 (35,60 Gramm).

Folgende Tabelle veranschaulicht diese Einteilung:

AFFTA-KlasseGramm

0

3,63

1

3,90

2

5,20

3

6,50

4

7,80

5

9,10

6

10,40

7

12,00

8

13,65

915,60
1018,20
1121,45
1224,70
1329,60
1432,40
1535,60

Fliegenrute der Klasse 6/7

Einsatzzweck nach Klasse und Aktion der Ruten

Je nach Einsatzzweck und Zielfischart wird eine Rute der entsprechenden Klasse verwendet:

  • Klasse 0 – 3 kleine Friedfische und Forellen
  • Klasse 4 – 6 zumeist für die klassische Forellenfischerei
  • Klasse 7 – 8 Für Meerforellen oder Barsche
  • Klasse 9 – 11 für Hecht
  • Klasse 12+ für die schwere Hochseeangelei auf Sailfish oder Tarpon in den Tropen

Fliegenruten gibt es als Einhand- und Zweihandruten, die hauptsächlich für das Lachsangeln verwendet werden. Einhandruten gibt es in den Längen von 6 – 11 Fuß. Die kurzen Gerten kommen am zugewachsenen Bach zum Einsatz, die längeren u.a. für das feine Nypmhenfischen.

Die „Aktion“ der Rute beschreibt das Biegeverhalten unter Belastung. Es gibt eine „schnelle“ (Spitzenaktion), „mittelschnelle“ (semiparabolisch) und langsame (parabolisch) Ausprägung.

Empfehlung für eine Allroundrute:

Für den Einsteiger, der erste Gehversuche mit dem Fliegenfischen wagen möchte, empfehle ich eine Rute mit mittelschneller Aktion der Klasse 4 – 5 in 8 – 9 Fuß Länge. Damit lassen sich sowohl kleinere Friedfische erbeuten, als auch größere Forellen, Äschen und Barsche.

Fliegenrute zum Raubfischangeln

Mag es für den Barsch noch ausreichen eine Rute in #6/7 zu wählen, lautet meine Empfehlung für das Angeln auf Hecht und Zander mindestens eine Stärke #9 zu nehmen. Soll es gar auf den größten Raubfisch in unseren Gewässern, den Wels gehen, dann ist eine #11 bestimmt nicht zu schwach gewählt.

Dirk Dähn

Allroundangler & begeisterter Fliegenfischer

Dirks Leidenschaft ist das Fliegenfischen und das Fotografieren. Wenn er nicht gerade am Wasser ist, liest er die neusten Brochüren, um seine Techniken zu verfeinern.

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