Deeper Pro+ Sonderangebot
Deeper Pro+ Sonderangebot
Jerkbait

Jerkbait

Jerkbaits sind Kunstköder, die sich in die Familie der Wobbler einreihen und in der Regel oberflächennah gefischt werden. Charakteristisch für die Unterart des Spinnfischens - das "Jerken" - sind die harten Rutenschläge beim Einholen, um den Köder möglichst reizvoll zu präsentieren. Jerkbaits haben von Hause aus kaum bzw. wenig Eigenaktion. Angler können somit bei der Führung ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Der Zielfisch beim Jerken ist der Hecht – eher selten gehen auch größere Barsche auf den Köder.

Größe und Typen

Die meisten Modelle werden aus Hartplastik oder Balsaholz in einer Größe von 10cm- 25cm hergestellt und weisen ein Gewicht von 60 bis 120g auf.
Es gibt sie in zwei verschiedene Typen, die sich im Laufverhalten unterscheiden:

  • Diver: ruckartige auf und ab Bewegung
  • Glider: schwingt seitlich hin- und her

Es gibt sowohl schwimmende, als auch sinkende Varianten.

Funktionsweise und Führungsstil

Der Jerkbait soll einen verletzten, flüchtenden Beutefisch darstellen und somit dem Räuber (meist Hechte) zum Anbiss verleiten. Um den Köder richtig zu präsentieren, bedarf es vor allem an Übung.

Führung des Köders

  • Versuche beim Angeln mit dem Jerkbait immer einen erhöhten Standpunkt einzunehmen (sei aber nicht zu waghalsig, damit du nicht ins Wasser fällst)
  • Halte die Rute entweder horizontal oder mit der Rutenspitze nach unten zum Wasser geneigt – besonders letzteres hat sich bewährt, da es weniger anstrengend ist
  • mit kurzen, abrupten Ausschlägen nach rechts oder links bewegst du den Köder über die Wasseroberfläche – lege kurze Pausen nach den Schlägen ein
  • durch das Ausschlagen kannst du den Jerkbait gezielt an Seerosen und anderen Hindernissen vorbei lenken

Ein weiterer Vorteil von Jerkbaits ist das Eigengewicht. Meist sind sie deutlich schwerer als andere Köder, wodurch du natürlich weiter auswerfen kannst. So lassen sich reizvolle Gewässerstellen erreichen.

Jerkbaits lassen sich auch sehr leicht lenken. Durch die Seitenausschläge ist es dir möglich,  Seerosen und andere Hindernisse auf der Gewässeroberfläche leicht zu umgehen.

Empfehlung zur Rute, Schnur, Rolle und Vorfach

Schnur
Generell beim Spinnfischen empfiehlt sich eine geflochtene Angelschnur. Beim Jerken sollte sie mindestens eine Tragkraft von 8 kg aufweisen.

Rute
Die Rute sollte im Idealfall etwas kürzer sein, um die Ausschläge Richtung Wasseroberfläche richtig ausführen zu können. Eine Länge von 1,80m bis 2,10m hat sich in der Praxis bewährt.
Von den Eigenschaften sollte sie eher hart und schnell sein, damit die Schläge besser auf den Köder übertragen werden.
Das Wurfgewicht kann bis 120g gewählt werden, da Jerkbaits in der Regel schwere Köder sind.

Vorfach
Stahlvorfächer sollten beim Angeln mit dem Jerkbait nicht genutzt werden. Nicht selten kommt es vor, dass diese sich mit dem Köder verheddern und du sie nach jedem Auswurf wieder in die richtige Form bringen musst.
Eine bessere Option ist es, steife Vorfächer beispielsweise aus Titanium-Stahl (60 lbs und aufwärts) oder Fluorocarbon (ab 0.90mm) in einer Länge von 40cm zu nutzen. Zu kurze Vorfächer haben den Nachteil, dass der Hecht auch schnell mal die dünnere Hauptschnur entschärft.

Rolle
Für Jerkbaits, die harte Schläge bei der Köderführung benötigen, empfiehlt sich eine Multirolle. Sie ist komfortabler in der Handhabung und ist im Gegenzug zur Stationärrolle etwas robuster.
Für Glider, die durch einfache Kurbelumdrehungen und wenig Belastung zum "Leben erweckt" werden, kannst du auch eine Stationärrolle verwenden.

Softjerks

Im Gegensatz zu Jerkbaits bestehen Softjerks aus Gummi und werden mit einem Haken aufgezogen. Anders als bei normalen Gummiködern weisen die Haken allerdings kein Eigenwicht in form eines Bleikopfes auf und werden so aufgezogen, dass die Spitze kaum Angriffsfläche für Unterwasserpflanzen oder Ähnlichem bildet. (Krautschutz)

Aufgrund dieser Eigenschaften kannst du den Softjerk wunderbar durch bewachsene Gewässer ziehen, ohne hängen zu bleiben.

Das interessiert jeden Monsterfischer

Tipps, Tricks und Wissenswertes.

Tipps, Tricks und Wissenswertes.

Weitere Tipps und Tricks

Sind die trendigsten Köder automatisch die Besten? Unser Monsterfischer Frank stellt seine Sichtweise und sein Prinzip "Keep it simple" vor.

Es gibt vielfältige Methoden zum Angeln auf Hecht. Dazu gehören unter anderem das Spinnfischen, Drop-Shot-Angeln und das Schleppen auf einem Boot.

Hechte stehen ja nach Jahreszeit gern in Flachwasserbereichen und an Uferkanten, wo sich ihre Beute befindet oder am Grund, wenn das Wasser kälter wird.

Hechte überlistet man meist mit echten Köderfischen oder Kunstködern. Beliebte Kunstköder sind vorallem Spinner, Gummifische und Wobbler.

Feedback