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Verbuttung

Biologen verstehen unter dem Begriff Verbuttung die Situation, dass sich in einem Gewässer bestimmte Fischarten ungewöhnlich stark vermehren und zugleich viele der Fische unterdurchschnittlich groß sind, also Kleinwüchsigkeit vorliegt. Zudem setzt die Geschlechtsreife von Jungfischen bei einer Verbuttung früher als gewöhnlich ein. Das Phänomen der Verbuttung tritt fast ausschließlich in künstlichen Gewässern auf und dort sind insbesondere isolierte Kleingewässer betroffen. Abgeleitet wird das Wort Verbuttung von Beobachtungen bei der Flunderpopulation. Die Flunder (Platichthys flesus) wird in Norddeutschland Butt genannt.

Wie kommt es zur Verbuttung?

Nährstoffreiche Gewässern begünstigen zunächst das Wachstum und die Weitervermehrung von Fischen. Wenn aber eine Überpopulation entsteht, reicht die Nahrung nicht mehr aus und die Fische wachsen nicht weiter. Raubfische sind bei einer Verbuttung nicht mehr in der Lage, das natürliche Gleichgewicht der Fischpopulation sicherzustellen. Besonders häufig wird Verbuttung bei Weißfischen wie Barsch und Karpfen beobachtet. Werden verbuttete Fische in intakte Naturgewässer überführt, setzt im Regelfall das natürliche Wachstum wieder ein.

Folgen der Verbuttung

Verbuttung stört Angler, weil zum einen die erforderliche Fanggröße von Fischen nicht erreicht wird und zum anderen die Chance auf Fangerfolge bei Raubfischen durch das große Nahrungsangebot für diese sinkt. Um der Verbuttung entgegenzuwirken, werden üblicherweise zusätzliche Raubfische ausgesetzt oder man versucht, die kleinwüchsigen Fische mit Zugnetzen abzufischen.

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