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Feederangeln

Feederangeln

Allgemeines

Das Feederangeln hat seinen Ursprung auf den britischen Inseln. Die Grundidee, mit dem Wurfgewicht gleichzeitig das Futter ins Wasser zu bringen, gibt es schon lange. Anfangs wurde eine Drahtspirale um das Blei gewickelt und das Grundfutter darum geknetet. Auch wurde das Futter von einigen Anglern direkt um das Blei geknetet, dies hat allerdings nicht immer gut gehalten, und das Futter flog oft vom Blei.

Mit der Entwicklung spezieller Futterkörbe und den entsprechenden Feederruten, welche mit unterschiedlichen Spitzen, je nach Anwendungszweck bestückt werden konnten, wurde das Feederangeln richtig populär.

Ausrüstung

Rute

Natürlich ist es von Vorteil, eine klassische Feederrute mit mehreren Wechselspitzen samt passender Rolle zu verwenden, allerdings reicht es für die ersten Versuche auch aus, eine bereits vorhandene Rute dafür zu benutzen. Wichtig ist nur, dass sie im Spitzenbereich möglichst weich ist, um die Bisse gut erkennen zu können.

Schnur

Als Angelschnur kommt eine monofile in Stärken von 0,22 – 0,28 mm zum Einsatz. Natürlich kann auch geflochtene Schnur verwendet werden, hier ist der Kontakt zum Fisch direkter. Aber notwendig ist diese erst bei Wurfweiten über 50 m.

Futterkorb

Dann benötigen wir ein paar Futterkörbe. Je nach Gewässer reichen hier für den Anfang 3 – 4 verschiedene aus. Angeln wir im Fluss bei starker Strömung, benötigen wir schwere Futterkörbe mit einem Gewicht bis zu 200 g. Für alle anderen Zwecke reichen Futterkörbe bis maximal 60 g aus. Die handelsüblichen einfachen Draht- oder Plastikfutterkörbe genügen vollkommen.

Hakengröße

Ein paar Haken in den Größen 10 – 16 komplettieren die Ausrüstung.

Das Futter

Das Futter erscheint für viele, die sich erstmals dieser Thematik widmen, eine Wissenschaft für sich. Man kann es sich dabei auch wirklich kompliziert machen, mit unzähligen Geschmacksrichtungen, Futterzusätzen, unterschiedliche Mischungen zu den verschiedenen Jahreszeiten usw.

Wer es unkompliziert mag, verwendet eine Fertigmischung für maximal 2,50 – 3,50 Euro pro Kilogramm, diese hat auf jeden Fall die benötigten Inhaltsstoffe. Zur Not tun es auch Paniermehl und Haferflocken mit ein paar Maden vermischt. Viel günstiger geht es kaum. Wer mag, der kann auch eine Dose Mais hinzufügen, vor allem wenn dieser auch als Hakenköder verwendet wird.

Köder

Hier kommt die ganze Friedfischpalette zum Einsatz, an erster Stelle die Naturköder Maden und Rot- bzw. Mistwürmer, aber auch Mais, Brot und selbstgemachter Teig. Wer es auf größere Fische abgesehen hat, verwendet Tauwürmer, (Mini-)Boilies und Pellets. Dann sollte auch die Hakengröße angepasst und ein 8er oder 6er-Haken genommen werden. Auch die modernen Kunstköder, wie Kunstmais und Kunstmaden sind sicherlich einen Versuch wert, besonders in Kombination mit den Naturködern.

Mit den Standardködern Maden, Rotwürmer und Mais sind wir in den allermeisten Situationen gut versorgt.

Montagen

Die zwei gängigsten Montagen sind:

Die Freilaufmontage mit Anti-Tangle-Boom

Futterkorb Freilaufmontage

Bei der Freilaufmontage montieren wir einen Anti-Tangle-Boom auf die Hauptschnur, setzen danach eine Perle, um den anschließenden Knoten zu schützen, mit dem wir den Karabiner anknoten. In diesen Karabiner wird das Vorfach eingehängt. Die Standard-Vorfachlängen von 50 cm reicht in den meisten Fällen aus. Nur in bestimmten Situationen werden längere oder kürzere Vorfächer verwendet. Im Abschnitt Tipps und Tricks sind diese Situationen beschrieben. Den Futterkorb hängen wir einfach in den Karabiner des Anti-Tangle-Boom ein.

Die Schlaufenmontage

Futterkorb Schlaufenmontage

Bei der Schlaufenmontage fädelt man den Futterkorb auf die Hauptschnur und knotet anschließend 2 Schlaufen, wobei in die untere Schlaufe das Vorfach eingefädelt wird, und in der oberen Schlaufe der Futterkorb gleitet. Wichtig ist es, dass der Schnurteil mit dem Futterkorb der oberen Schlaufe länger ist, als der andere, gegenüber liegende (s. Foto). So wird dem Fisch beim Biss kaum Widerstand entgegengebracht.

Zielfische und Vorgehensweise

Grundsätzlich können fast alle Fischarten beangelt werden. Klassischerweise werden aber zunächst die Friedfischarten interessant sein, also Rotaugen, Brassen aber auch Karpfen und Schleien. Es sollte grundsätzlich kein Problem sein, diese Angelart auch auf Raubfischarten mit der entsprechenden Vorbereitung und Ausdauer, auszuweiten.

Die folgende Vorgehensweise zielt auf das Fischen von Weißfischen ab.

Das Grundfutter besteht aus einem Standardmix aus dem Angelladen, je nach Gewässerart für ein Fließgewässer oder ein Stillgewässer. Ersatzweise eine Mischung aus 500 g Paniermehl und 250 g feine Haferflocken vom Discount-Laden. Dieser Mischung fügt man eine oder 2 Handvoll Dosenmais hinzu, und eine Dose Maden.

Dieser Mix wird mit der Hand durchmischt, vorsichtig Wasser hinzugegeben und erneut verrührt.

Mit der Hand ordentlich durchmischen und anschließend vorsichtig Wasser hinzugegeben und vermische erneut. Diesen Vorgang wiederhole man solange, bis die Futtermischung sich leicht durch Handdruck pressen lässt, aber durch Reibung auch gleich wieder zerbröselt. Angel ich in einem Fließgewässer gibt man etwas mehr Wasser hinzu, um eine bessere Bindung des Futters zu erreichen, damit die Strömung es nicht sofort ausspült. Auch eine Handvoll Kies zur Beschwerung kann hilfreich sein.

Der Angelplatz wird nach klassischen Mustern ausgewählt, entweder durch Ausloten eines interessanten Bereiches (Kante, Vertiefung) oder zwischen Seerosen oder Schilfrohr.

Im Fluss sind es die strömungsberuhigten Zonen oder der Platz zwischen zwei Buhnen.

Die gleiche Wurfweite wird durch die Fixierung der Schnur im Schnurclip der Rolle erreicht. Nur bei einem wirklich großen Fisch ist es notwendig, nach dem Biss die Schnur aus dem Clip zu entfernen, um diesen ausdrillen zu können.

Um genügend Futter am Futterplatz auszubringen, wirft man am Anfang den Futterkorb 5 – 6 mal aus, und schafft so einen kleinen Futterteppich, auf dem anschließend der Köder (Maden) präsentiert wird.

Die Bisse lassen dann meistens nicht lange auf sich warten. Es sei denn, wir haben einen fischleeren Spot erwischt, oder es ist Winter. Da gibt es den einen oder anderen Trick, doch noch erfolgreich den Angeltag zu beschließen.

Tipps und Tricks

Natürlich springen auch bei dieser Methode einem die Fische nicht direkt an den Haken, und es gibt auch Tage bzw. Situationen, an denen rein gar nichts läuft. Vor allem im Winter kann auch das Feederangeln zu einer wahren Geduldsprobe werden. Folgende Ratschläge können helfen:

  • Im Winter sehr fein fischen, d.h. kleine Haken und niedrige Schnurdurchmesser. Die Bisse sind meistens sehr vorsichtig und können an einer möglichst weichen Rutenspitze besser erkannt werden.
  • Nicht gleich beim ersten Zupfen anschlagen, sondern erst wenn die Rutenspitze sich ordentlich verbeugt.
  • Öfter mal die Köder wechseln. Wenn auf Made nichts geht, Mais oder Rotwürmer ausprobieren. Auch Mais/Made- oder Caster/Madenkombinationen sind erfolgreich.
  • Den Köder mit einem Dip aus dem Angelfachgeschäft oder Supermarkt verfeinern. Probieren geht hier über studieren. Aus der Backabteilung des Supermarktes bieten sich Vanillearomen an, oder aus der Gewürztheke z.B. Currypulver. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
  • Haben alle Maßnahmen keinen Erfolg gebracht, kann ein Stellungswechsel oder gar ein Gewässerwechsel für die ersehnten Bisse sorgen.

Der Beitrag wurde von unserem #Monsterfischer Dirk verfasst.

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