Mit Kreishaken nachhaltig (und erfolgreich) auf Barsch angeln

Beitrag vom: 26.05.2019

Das Angeln auf Barsche ist doch meistens eine sehr kurzweilige Angelegenheit. Besonders bei der Angelei mit Naturködern schafft es der Köder, an der richtigen Stelle angeboten, kaum bis zum Grund, bevor ein Barsch ihn sich schnappt.

Bessere Überlebenschancen beim Zurücksetzen

Häufig schlucken schon kleine Barsche die Köder so tief, dass an ein Zurücksetzen kaum zu denken ist. Wenn das Ziel darin besteht mittelgroße Barsche für den Verzehr zu fangen, kann das zu einem Problem werden. Eine Studie aus Finnland hat nun gezeigt, dass das Angeln mit Kreishaken (engl.: „circle-hooks“), im Vergleich zum normalen Haken, sehr viel schonender für die Barsche ist. Die Rate der Fische, die den Haken sehr tief geschluckt haben, wurde durch die Verwendung von Kreishaken deutlich gesenkt. Mit normalen Haken waren circa 20% der Fische sehr tief gehakt, mit Kreishaken nur 4%! Für einen Großteil der Fische ist so ein Überleben nach dem Zurücksetzen viel Wahrscheinlicher.

Übrigens wurden nicht mehr oder weniger Fische mit dem Kreishaken im Vergleich zum normalen Haken gefangen. Die in der Studie verwendeten Haken waren ein 1/0 Mustad Demon Perfect (Kreishaken) und ein 2/0 Owner SSW.

Fazit

Der Kreishaken gehörte für mich immer zur Salzwasserangelei. In verschiedenen Studien konnte ich aber nun schon lesen, dass seine Verwendung wesentlich schonender für die Fische ist. Vielleicht ist der Kreishaken eine echte Alternative, wenn es darum geht. von vielen gefangenen Fischen nur einige wenige zu entnehmen und den rest schonend zurückzusetzen.

Quelle:
Garner, S. B., Dahl, K. A., & Patterson III, W. F. (2016). Hook performance and selectivity of Eurasian perch, Perca fluviatilis (Linnaeus, 1758) in the Åland Archipelago, Finland. Journal of Applied Ichthyology, 32(6), 1065-1071.

Martin Friedrichs

Doktorand der Biologie mit Schwerpunkt Gewässerökolgie

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